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Borderline


Persönlichkeitsstörung | Borderline Erkrankung | Borderline Berlin

Betroffene weisen charakteristische widersprüchliche Denkmuster auf, die auch als »Schwarz-Weiß-Denken« bezeichnet werden. Häufig kommt es in sozialen Beziehungen zu einem raschen Wechsel von Idealisierung und Entwertung, eine blei­bende Objektvorstellung/ein stabiles Bild des Gegenübers zu behalten, ge­lingt kaum. Das Selbstbild wechselt zwischen Minderwertigkeit bis hin zu Grö­ßen­wahn.

Im Umgang mit anderen Menschen fällt es Betroffenen meist schwer, Nähe und Distanz zu regulieren. Dabei spielen die kon­tras­tie­ren­den Ängste vor Nähe und Ängste vor dem Alleinsein eine entscheidende Rolle. Es kommt vor, dass Be­trof­fen­e andere kränken, auch unbewusst. Das kann eine Form der Auto­ag­gres­sion
darstellen, oder es kann durch Angst vor zu viel Nähe ausgelöst werden, weil ein Identitätsverlust befürchtet wird.

Durch die extreme Gefühlsverwirrung kann es zu impulsiven Handlungsweisen kommen, speziell bei  so empfundener Kränkung sowie bei zwi­schen­­­men­schli­chen Konflikten. Solch sozial prekären Situationen wird individuell begegnet, zumeist jedoch hochaffektiv, ohne die Folgen zu bedenken. Insbesondere im Zusammenhang mit zwischenmenschlichen Konflikten sind neben Wut­aus­brü­chen auch andere Reaktionsweisen möglich, wie z.B. Verachtung oder sozialer Rückzug/ Isolation. Kon­flikte werden daher häufig nur kurzfristig und un­zu­rei­chend bzw. nicht dauerhaft gelöst. In einigen Fällen weisen »Borderliner« ein Muster von häufig wech­seln­den Sozialkontakten, auch im sexuellen Bereich auf. Es sind häufig Menschen, die selbst Missbrauchsopfer waren. Kontrollierendes bzw. beeinflussendes Verhalten anderen Menschen gegenüber sind weitere Charakteristika.